6. Niesel
Wie dunkel doch alles um mich herum geworden ist. Vor wenigen Jahren noch las ich Zeitung, diskutierte, philosophierte auf niedrigem Niveau über die Trivialitäten des Alltags. Heute bin ich ein Schatten, der huscht, huscht, huscht durch Gänge und Gassen. Mal heiß oder auch kalt, doch nichts weiter als ein Abbild eines Menschen, der ewig jung geblieben zu sein scheint. Was kümmert mich die Außenwelt, solange ich weiß, dass du da bist um dich um mich zu kümmern. Keine Zeitung kann mir das geben was es bedeutet, ein Blatt im Wind zu sein. Ein Sturm zieht auf, er schleudert uns davon. Keine Krise, keine Revolution und kein explodiertes Atomkraftwerk wird meine schwarze Sicht ändern, in deren Winkel alles in Finsternis mündet. "Befreie dich", sagtest du und das tat ich. Befreit von allerlei Weltlichkeit. Entfremdet von dem, was Fremd ist und zurück dahin, wo die Anfänge uns einst auf eine große Reise schickten. Ich will kein Mensch mehr sein - ich habe es satt, mich so zu nennen. Zu essen und zu trinken. Zu lieben.
Es wird Jahrhunderte überdauern was wir nun schaffen. Nihilismus erzittert vor dieser eisigen Kälte.
Ich hoffe, dass es an dem Tag an dem ich sterben muss regnen wird.
Ein Schatten ergreift mich und lässt mich nicht los, flüstert ein und berührt mich innerlich. So wird sogar eine Busfahrt lebensbedrohlich. Glücklicherweise ist es Nieselregen, der mich heute etwas aufbaut, mein Lieblingswetter. Wegen dir habe ich nur eine Stunde geschlafen.
Ein Reigen bewegt sich im Kreis um die Fackel, wirft Schatten an die kahlen Wände aus Feldstein. Was wollen sie? Der Biss schmerzt tief und die Augen leiden unter diesem Frevel sehr. Wo haben sie mich gefangen? Ich rufe sie an, doch niemand hört mich. Der Gesang der Tanzenden ist dröhnend schwer. Sie drehen sich und drehen sich und tanzen dabei und wenden und halten sich an den Händen.
Du kommst, um mich zu erretten, ganz sicher.
Es wird Jahrhunderte überdauern was wir nun schaffen. Nihilismus erzittert vor dieser eisigen Kälte.
Ich hoffe, dass es an dem Tag an dem ich sterben muss regnen wird.
Ein Schatten ergreift mich und lässt mich nicht los, flüstert ein und berührt mich innerlich. So wird sogar eine Busfahrt lebensbedrohlich. Glücklicherweise ist es Nieselregen, der mich heute etwas aufbaut, mein Lieblingswetter. Wegen dir habe ich nur eine Stunde geschlafen.
Ein Reigen bewegt sich im Kreis um die Fackel, wirft Schatten an die kahlen Wände aus Feldstein. Was wollen sie? Der Biss schmerzt tief und die Augen leiden unter diesem Frevel sehr. Wo haben sie mich gefangen? Ich rufe sie an, doch niemand hört mich. Der Gesang der Tanzenden ist dröhnend schwer. Sie drehen sich und drehen sich und tanzen dabei und wenden und halten sich an den Händen.
Du kommst, um mich zu erretten, ganz sicher.
inner.circle - 18. Mär, 18:30
