1. Wintergedanken
Das schönste ist dieses offene Fenster. Durch die Nacht zieht ein kühler Wind, der den märchenhaften Duft der benachbarten Kamine in mein Zimmer trägt. Ein Glockenspiel durchhallt wie Bronze warm die Luft. Meine Augen sind geschlossen und meine Nasenspitze wird ganz kühl. Ich denke an die Unendliche Geschichte und an Atreju. Plötzlich, aus allen Wolken, fühle ich mich so heimisch, so menschlich und in freudiger Erwartung auf das Fest. Damals hatte es für mich etwas unheimliches an sich; lange Schatten im Kerzenlicht des geschmückten Baumes, nächtliche Raubzüge im Schlafanzug. Freude, die aus der Gurgel hinaus in die Welt zu springen scheint. Das kindlich-naive Warten.
Dies ist nun nicht mehr, doch der liebliche Geruch von Pfefferkuchen erfrischt meine kalte Seele. Wehmut schimmert rötlich in meinem Weinglas, Wehmut nach einer mythischen Zeit. Hier bin ich heimisch. Und hier ging ich mit dir durch den Schnee, und wie er knirschte, weißt du nicht mehr? Wir tranken in einem netten Bistro zur Weihnachtszeit, der Geruch von Zimt umgab uns und ich brachte dich zu dir und umarmte dich: Auf Wiedersehen! - Doch es kam nie. Der Schatten zweier Menschen in dem Licht der alten Laternen, als wir eingehakt die alte Straße hinunter gingen. Ein kühles Mondlicht, dessen Ruhe keinem anderen Licht innewohnt, umhüllte deine schwarzen Augen und ließ mich die Jugend spüren.
Wenn du nur zurück kommst. Ach, wie wünsche ich es mir zurück. Die Magie und die Sterne, den Kaminrauch und die Nacht im Schnee mit dir.
Allerdings bist du nicht da.
Ich ziehe mich bis auf die Unterwäsche aus und setze mich in den Schnee. Es ist dunkel und schwarz, doch er rieselt sanft an der kalten Straßenlaterne hinab. Ich sehe dabei zu. Um mich herum ist nur Stille, eine unüberwindbare Stille und mein Körper wird langsam blau. Ich blinzel nicht und spüre, wie meine Augen gefrieren und in die Finsternis starren. Eine sterile, saubere Kälte trennt mich vom der brodelnden Hitze des Lebens. Meine Gedanken werden schwerer, langsamer, lethargisch schleppen sie sich durch mich hindurch. Auf meinen offenen Augen landet der Schnee und schmilzt in mich hinein. Ein Wunschtraum. Er führt mich dahin, wo ich hingehöre.
Dies ist nun nicht mehr, doch der liebliche Geruch von Pfefferkuchen erfrischt meine kalte Seele. Wehmut schimmert rötlich in meinem Weinglas, Wehmut nach einer mythischen Zeit. Hier bin ich heimisch. Und hier ging ich mit dir durch den Schnee, und wie er knirschte, weißt du nicht mehr? Wir tranken in einem netten Bistro zur Weihnachtszeit, der Geruch von Zimt umgab uns und ich brachte dich zu dir und umarmte dich: Auf Wiedersehen! - Doch es kam nie. Der Schatten zweier Menschen in dem Licht der alten Laternen, als wir eingehakt die alte Straße hinunter gingen. Ein kühles Mondlicht, dessen Ruhe keinem anderen Licht innewohnt, umhüllte deine schwarzen Augen und ließ mich die Jugend spüren.
Wenn du nur zurück kommst. Ach, wie wünsche ich es mir zurück. Die Magie und die Sterne, den Kaminrauch und die Nacht im Schnee mit dir.
Allerdings bist du nicht da.
Ich ziehe mich bis auf die Unterwäsche aus und setze mich in den Schnee. Es ist dunkel und schwarz, doch er rieselt sanft an der kalten Straßenlaterne hinab. Ich sehe dabei zu. Um mich herum ist nur Stille, eine unüberwindbare Stille und mein Körper wird langsam blau. Ich blinzel nicht und spüre, wie meine Augen gefrieren und in die Finsternis starren. Eine sterile, saubere Kälte trennt mich vom der brodelnden Hitze des Lebens. Meine Gedanken werden schwerer, langsamer, lethargisch schleppen sie sich durch mich hindurch. Auf meinen offenen Augen landet der Schnee und schmilzt in mich hinein. Ein Wunschtraum. Er führt mich dahin, wo ich hingehöre.
inner.circle - 20. Feb, 21:59
