"Wir sind eingeschneit", sagte sie in einem Ton der Überraschung. Doch so unvorhergesehen überkam es uns nicht. Sie liegt neben mir in der warmen Dunkelheit des Kellers. Ein Geruch wie Erde steigt auf und umschließt uns, in ihm wohnt eine wilde Kraft die mich berührt. Sie hält mich fester. Du hältst mich fester. Keine Gruft, nur ein Keller, sagte ich mir, keine Gruft. Nur ein Keller. Und die dumpfe Stille erdrückt unsere glühende Hitze im Schlaf.
inner.circle - 24. Feb, 18:14
Meine Augen sind geöffnet.
Ich gleite über eine Landschaft voller Nebel, aus dem die Spitzen vieler Tannen schwarz hervor blicken. Langsam zieht der Wind und der Schnee um mich herum, streift meinen Körper, weht mich umher. Durch den Nebel gelandet ist dort eine große Wiese, vom Eis bedeckt, und formt eine weite, stolze Ebene. Die Umrisse eines Gemäuers bilden einen finsteren Kontrast zur weißen Schneedecke.
Dein Schatten an der Steinwand spielt mit dem Feuer. Tanzend, elegant und ruhig erschafft er sein ganz eigenes Leben. Es knistert und erwärmt den Raum in ein tiefes Rot. Du berührst meine Haut und kühlst das Fieber auf meiner Stirn und es wird kalt. Ich sehe deinen Glanz und entgleite mir erneut;
Ich fliege wieder über die Ebenen und Lande im Schnee auf der Zinne der Burg. Es ist deine, du wohnst dort schon immer seit du ein Kind gewesen bist und auch heute kommst du zurück um dich von ihrem Anblick erneut zu überzeugen.
"Wir sind bald Freunde auf ewig.", sagst du leise. Mein Herz wird ganz weit, unendlich weit und füllt sich nur mit dir. Ich beobachte deinen Schatten und falle in einen tiefen Schlaf.
Wie sehr du vermisst wurdest. Nun endet unsere Einsamkeit für immer.
inner.circle - 24. Feb, 00:52